Bild: Adobe Stock – WS Studio 1985
Salomos Bruder Absalom wollte mit einem Denkmal berühmt werden. Doch Gott freut sich über etwas ganz anderes: Menschen, in denen man seine Liebe sehen kann. Erfahre, wie du zu einem lebendigen Denkmal wirst, das lächeln kann. Von Stephan Kobes
Lesezeit: 6 Minuten
Viele Kinder kennen König Salomo. Er war berühmt für seine große Weisheit und seine schönen Paläste. Aber wusstest du, dass er einen älteren Halbbruder hatte – Absalom?
Absalom – der schöne, starke Prinz
Absalom war Davids Sohn, genau wie Salomo. Er war stark, mutig und – so sagt die Bibel – wunderschön. In ganz Israel fand man keinen Mann, der so schön war wie er! Alle bewunderten ihn – den schönen Prinzen! Aber später wurde er stolz und wollte seinem eigenen Vater die Krone stehlen.
So kam es, dass Absalom gegen David kämpfte. Er verlor – und sein Leben endete tragisch. Er hatte keine Kinder, die sich an ihn erinnerten. Darum ließ er sich einen großen Stein aufstellen, damit wenigstens dieser Stein seinen Namen trug.
Die Bibel erzählt: »Er sagte: ›Ich habe keinen Sohn, der meinen Namen weiterträgt.‹ Darum nannte er den Stein nach sich selbst.« (2. Samuel 18,18)
Was ist ein Denkmal eigentlich?
Vielleicht hast du schon einmal ein Denkmal gesehen – eine große Statue, ein Stein oder ein Turm mitten in einer Stadt. Es erzählt Geschichten – von Königen, Entdeckern oder Menschen, die etwas Bedeutendes getan haben. Damit niemand vergisst, wer sie waren oder was sie getan haben. Manche Denkmäler glänzen aus Bronze, andere sind aus Stein oder Marmor. Sie stehen still, aber sie »erzählen«, wenn man sie anschaut. So war es auch bei Absalom.
Aber was nützt ein Denkmal, wenn niemand mehr da ist, der dich liebt?
Sein Denkmal stand da – kalt und still. Es konnte glänzen, aber nicht lieben. Da war kein Leben, kein Lächeln, kein Herz. Nur ein Stein. Weißt du, wer das anders machte?
Genau. Sein Halbbruder Salomo!
Salomo – der König mit dem weisen Herzen
Salomo, sein Halbbruder, wurde später König von Israel. Auch er war jung, als Gott ihn fragte: »Bitte, was ich dir geben soll!« (1. Könige 3,5)
Aber Salomo wollte kein Denkmal, keine Schätze, keine Krone – er wollte Weisheit! Er wollte Gottes Stimme im Herzen hören. Das gefiel Gott so sehr, dass er Salomo Weisheit schenkte – und dazu auch Ehre und Reichtum.
Und genau das machte ihn berühmt – bis heute!
Salomos »Denkmal« war nicht aus Stein, sondern aus guten Entscheidungen, Gebeten und Liedern. Sein Name blieb nicht auf einem Stein – sondern in der Bibel, in Gottes Wort! Das ist Salomos Denkmal – Geschichten, die noch heute erzählt werden.
Gottes lebendige Denkmäler
Gott liebt keine kalten Steine. Er liebt lebendige Herzen. Er möchte, dass du ein Denkmal für ihn bist – nicht mit einem Schild, sondern mit deinem Leben. Denn Kinder sind lebendige Denkmäler ihrer Eltern. Sie erinnern andere an sie.
Sicher haben dir schon einmal andere gesagt: »Du lächelst wie deine Mama!« oder »Du redest wie dein Papa!« Andere erkennen an dir, woher du kommst. Wer deine Familie ist. So wie Kinder ihre Eltern widerspiegeln, so sollen Gottes Kinder zeigen, wie ihr himmlischer Vater ist. Wenn du so lebst, wie Gott das will, dann erinnert das andere an Gott. Ja mehr noch: Dann macht sich der unsichtbare Gott durch dich sichtbar.
Beispiele aus der Bibel
Viele Menschen in der Bibel waren solche lebendigen Denkmäler:
- Daniel – treu und mutig
- Josef – vergab seinen Brüdern
- Mose – führte Gottes Volk
- Elisa – half anderen mit Gottes Kraft
- Paulus – erzählte überall von Jesus
Sie erzählen uns die spannendsten Geschichten. In ihrem Leben machten sie ihren Vater im Himmel sichtbar – den unsichtbaren Gott.
Das Wichtige dabei: Gott baut keine Denkmäler aus Stein oder Metall. Seine Denkmäler leben!
Jedes Detail zählt
Hast du schon einmal gesehen, wie ein Bildhauer an einem Denkmal arbeitet? Er schlägt nicht einfach wild auf den Stein – er achtet auf jedes kleine Stück, jeden Schwung, jede Linie. Ein winziger Schlag kann alles verändern.
Bei einem Denkmal zählt jedes Detail. Kleine Spuren erzählen große Geschichten. So formt auch Gott dich – mit Liebe und Geduld. Er achtet auf jedes Wort, das du sagst, auf jedes Lächeln, das du schenkst, auf jede gute Entscheidung, die du triffst. Die kleinen Dinge – ein dankbares Lächeln, ein mutiger Schritt, eine ehrliche Antwort – sind wie feine Linien, in denen man Gottes Herz erkennen kann.
Darin sehen andere etwas von Gott – in dir!
Darum arbeitet Gott an jedem Detail – mit Liebe und Geduld. Er macht aus deinem Leben ein Meisterwerk seiner Liebe!
Aber weißt du, wer das vollkommenste Denkmal Gottes ist? Es ist einer, in dem man Gott selbst sehen kann…
Das größte Denkmal
Das größte Denkmal der Welt ist kein Turm, kein Tempel und keine Statue. Es ist ein Mensch: Jesus Christus. In der Bibel steht:
»Die ganze Herrlichkeit Gottes leuchtet in ihm auf; und alles an ihm zeigt uns, wie Gott ist.« (Hebräer 1,3)
Darum sagte Jesus:
»Wer mich sieht, sieht den Vater.« (Johannes 14,9)
All diese kleinen Details in seinem Leben – seine Freundlichkeit, seine Liebe, seine Geduld – fügen sich zusammen zu einem Bild, das zeigt, wie der Vater wirklich ist.
Und du?
Vielleicht denkst du: »Ich bin doch noch klein.« Aber Gott kann aus kleinen Herzen große Denkmäler seiner Liebe machen. Frag ihn doch heute: »HERR, welches kleine Stück von dir möchtest du in mein Leben hineinmeißeln?« Dann staune, was Gott tun wird.
Gebet
»Lieber Vater im Himmel, danke, dass ich kein Stein-Denkmal sein muss. Gib mir ein neues Herz – ein Herz, das ganz dir gehört. Hilf mir, dass andere dich in mir sehen – durch meine Worte, mein Lächeln und meine Liebe.
Mach mich dir ähnlicher – so wie Jesus. Amen.«
Fazit
Absalom baute ein Denkmal aus Stein, um andere an sich zu erinnern. Salomo lebte so, dass andere sich an Gott erinnerten. Auch du darfst Gott ein Herz geben, das ihn ehrt – ein Denkmal, das lebt! Und jedes Mal, wenn du anderen Liebe zeigst, schreibt Gott ein Stück seiner Geschichte in dein Leben.
Quelle: hoffnung-weltweit.info
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