Sind die Darstellungen von Jesus wirklich getreu oder vermitteln sie ein falsches Bild?  Von Waldemar Laufersweiler

Transkript des Videos

Stellen Sie sich vor, irgendein Künstler hätte von Ihnen gehört und gelesen, aber Sie nie gesehen, weder persönlich noch auf irgendeinem Foto.
Er wäre aber von dem Gelesenen und Gehörten so begeistert, dass er ein Bild von Ihnen gemalt und es in der ganzen Welt verbreitet hätte, so dass dieses Bild allgemein bekannt wäre und man glauben würde, Sie würden so aussehen, wie es auf diesem Bild dargestellt wird.
Dann würden Sie dieses Bild „von Ihnen“ in ihre Hände bekommen. Wie würden sie sich fühlen? Würde es für Sie nicht beleidigend sein, zu sehen, dass die gesamte Welt aufgrund dieses Gemäldes eine falsche Darstellung von Ihnen hat?
Wie muss sich Jesus Christus, der Sohn Gottes, unser Herr und Erlöser, fühlen, wenn er sieht, dass über Jahrhunderte Bilder von ihm verbreitet werden, von Malern angefertigt, die ihn nie gesehen haben? Und es geht sogar soweit, dass diese Bilder Verehrung finden. Wo bleibt die Ehrfurcht vor dem Sohn Gottes? Und wo bleibt die Einhaltung des zweiten Gebotes? (Das zweite Gebot eingeblendet)

Jesusbilder:

Künstler können Christus nicht wahrhaftig darstellen – der Künstler mag sein Bestes tun, um die Dinge darzustellen, die seine Augen nie gesehen haben, aber seine Darstellungen liegen so weit unter der Wirklichkeit, dass es mich schmerzt, wenn ich sie betrachte. Weder Gott noch der Himmel noch Christus, der das Ebenbild des Vaters ist, können durch die Kunst des Menschen wahrhaftig dargestellt werden. Wenn der Herr es für ratsam gehalten hätte, Christus auf diese Weise darzustellen, wäre seine Person in den Schriften des Apostels beschrieben worden. {Ellen White, The Publishing Ministry 219.5}

Gott beabsichtigt, dass der Heilige Geist Szenen vor das geistige Auge hält, die die ganze neugeborene Seele anziehen und in sich aufnehmen. Wir brauchen keine äußeren Darstellungen der Person Christi. {Ellen White, Manuscript 131, 1899. (PM 220.2)}

Korrektheit ist wichtig: Sollten wir nicht die Frage untersuchen, warum wir unsere Bücher so umfangreich illustrieren? Würde der Verstand nicht klarere, vollkommenere Vorstellungen von Engeln, von Christus und von allen geistlichen Dingen haben, wenn keine Bilder gemacht würden, um himmlische Dinge darzustellen? Viele der Bilder, die gemacht werden, sind grob falsch, was die Wahrheit anbelangt. Geben Bilder, die so weit von der Wahrheit entfernt sind, nicht der Unwahrheit Ausdruck? Wir wollen in allen unseren Darstellungen von Jesus Christus wahrhaftig sein. Aber viele der erbärmlichen Schmierereien in unseren Büchern und Zeitungen sind eine Zumutung für die Öffentlichkeit. {Ellen White, Brief 145, 1899. (CW 171.2)}

Übrigens, auch über die Darstellung von der Bundeslade gibt es eine Anweisung:

Bundeslade:

“Die Lade, die in der Mitte des Jordans steht”, schaut auf die Cherubim an beiden Enden der Arche. Was für eine falsche Darstellung der himmlischen Engel, die ehrfurchtsvoll auf den Gnadenstuhl, die Decke der Lade, blicken. Ein Kind könnte die Darstellung für einen Vogel halten, der sich zusammenkauert. Aber als die Lade aus dem Heiligtum entfernt wurde, waren die Cherubim nie zu sehen. Die heilige Lade, die Jehova inmitten seines Volkes darstellte, war immer bedeckt, damit kein neugieriges Auge sie betrachten konnte. Möge sie immer bedeckt sein. {Ellen White, Brief 28a, 1897, (CW 171.4)}

Eine persönliche Überlegung: Kann es auch sein, dass die Suggestion von Jesu Aussehen Satan ausnutzt, indem er dieses Aussehen bei der Vortäuschung von Jesu Wiederkunft annimmt? Wie leicht würde es dann den Menschen fallen, ihn für den wahrhaftigen Jesus zu halten.

Satan täuscht Jesu Wiederkunft vor:

Als krönende Tat in dem großen Drama der Täuschung wird sich Satan als Christus ausgeben. Die Kirche hat lange Zeit bekannt, auf die Ankunft des Heilandes, das Ziel ihrer Hoffnung, zu warten. Nun wird der große Betrüger den Anschein erwecken, dass Christus gekommen sei. In verschiedenen Teilen der Erde wird sich Satan unter den Menschen als ein majestätisches Wesen von verwirrendem Glanz offenbaren, das der von Johannes in der Offenbarung gegebenen Beschreibung des Sohnes Gottes gleicht. Offenbarung 1,13-15. Die Herrlichkeit, die ihn umgibt, ist unübertroffen von allem, was sterbliche Augen je gesehen haben. Es ertönt der Jubelruf: “Christus ist gekommen! Christus ist gekommen!” Das Volk wirft sich anbetend vor ihm nieder, während er seine Hände erhebt und es segnet, wie Christus seine Jünger segnete, da er auf Erden lebte. Seine Stimme ist weich und gedämpft, doch voller Wohlklang. In mildem, bemitleidendem Ton bringt er einige derselben gnadenreichen himmlischen Wahrheiten vor, die der Heiland einst aussprach; er heilt die Gebrechen des Volkes, behauptet dann in seinem angemaßten Charakter Christi, dass er den Sabbat in den Sonntag verändert habe, und gebietet allen, den Tag, auf dem sein Segen ruhe, zu heiligen. Er erklärt, dass alle, die bei der Feier des siebenten Tages bleiben, seinen Namen lästern, da sie sich weigern, auf seine Engel zu hören, die er mit Licht und Wahrheit zu ihnen sandte. Das ist die starke, beinahe überwältigende Täuschung. Gleich den Samaritern, die von Simon Magus hintergangen wurden, achtet die Menge, vom Geringsten bis zum Vornehmsten, auf die Zaubereien und sagt: “Der ist die Kraft Gottes, die da groß ist.” Apostelgeschichte 8,10. Aber Gottes Volk wird nicht irregeleitet werden. Die Lehren dieses falschen Christus stimmen nicht mit der Heiligen Schrift überein. Dieser spricht seinen Segen über die Verehrer des Tieres und seines Bildes aus, gerade über die Klasse, von der die Heilige Schrift erklärt, dass der unvermischte Zorn Gottes über sie ausgegossen werden soll. Es wird Satan auch nicht gestattet sein, die Art und Weise des Kommens Christi nachzuahmen. Der Heiland hat sein Volk vor einer derartigen Täuschung gewarnt und sein Kommen deutlich beschrieben: “Es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, dass verführt werden in den Irrtum (wo es möglich wäre) auch die Auserwählten … Darum, wenn sie zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste! so gehet nicht hinaus, — siehe, er ist in der Kammer! so glaubt nicht. Denn gleichwie der Blitz ausgeht vom Aufgang und scheint bis zum Niedergang, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes.” Matthäus 24,24-27.31; Offenbarung 1,7; 1.Thessalonicher 4,16.17. Es gibt keine Möglichkeit, dies Kommen vorzutäuschen. Es wird allgemein bekannt werden und der ganzen Welt sichtbar sein. Nur die, welche eifrig in der Bibel geforscht und die Liebe zur Wahrheit angenommen haben, werden vor der gewaltigen Täuschung, die die Welt gefangennimmt, geschützt sein. Durch das Zeugnis der Heiligen Schrift werden sie den Betrüger in seiner Verkleidung erkennen, zudem wird die Prüfungszeit anbrechen. Durch den Ausleseprozess infolge der Versuchung wird der echte Christ offenbar werden. Ist Gottes Volk jetzt so fest auf sein Wort gegründet, dass es sich nicht auf seine Sinneswahrnehmungen verlässt? Wird es sich in einer solchen Entscheidungsstunde an die Heilige Schrift und nur an die Heilige Schrift halten? Satan wird mit allen Mitteln zu verhindern suchen, dass es sich darauf vorbereitet, an jenem Tage bestehen zu können. Er wird alles so anordnen, dass den Gotteskindern der Weg versperrt ist, er wird sie mit irdischen Schätzen bestricken, ihnen eine schwere, mühsame Last aufbürden, damit ihre Herzen mit den Sorgen dieses Lebens überladen werden möchten und der Tag der Prüfung wie ein Dieb über sie komme. {Ellen White, Der große Kampf, 624}

Interessanterweise erwähnt auch Maria Faustyna Kowalska, eine Heilige der Allgemeinen Kirche ebenfalls dieses Ereignis:

Ehe Ich als gerechter Richter erscheine, komme Ich noch zuvor als König der Barmherzigkeit. Ehe der Tag des Gerichtes anbricht, wird am Himmel und auf der Erde ein Zeichen sein. Dann wird vom Himmel her das Zeichen des Kreuzes erscheinen: aus jeder Wunde Meiner Hände und Füße werden Lichtstrahlen hervorbrechen, die für kurze Zeit die Erde erhellen. Dies wird geschehen, kurze Zeit vor dem Jüngsten Tag. {Verehrung der göttlichen Barmherzigkeit nach den Offenbarungen an die heilige Schwester Faustine, heiligefaustina.de}

Sie fördert auch die Verbreitung von Jesusbildern. Jesus soll zu ihr gesagt haben:

“Ich verspreche, daß die Seele, die dieses Bild verehrt, nicht verloren geht. Die Häuser, ja sogar die Städte, wo dieses Bild verehrt wird, werde Ich verschonen und beschützen.” {Verehrung der göttlichen Barmherzigkeit nach den Offenbarungen an die heilige Schwester Faustine, heiligefaustina.de}

Doch Gott lässt uns nicht im Ungewissen. Er hat uns ergänzend zur Bibel einen genauen Ablauf der letzten Ereignisse bei Jesu Wiederkunft gegeben:

Jesus kommt. Wolke sein Zeichen:

Bald wurden unsere Augen nach Osten gerichtet, wo eine kleine dunkle Wolke erschien, kaum halb so groß wie eines Mannes Hand; wir alle wussten, dass dies das Zeichen des Menschensohnes sei. Wir schauten alle in tiefem Schweigen nach der Wolke, wie sie näher kam und immer heller, strahlender und herrlicher wurde, bis sie eine große, weiße Wolke war. Der Grund erschien wie Feuer; über der Wolke war ein Regenbogen und sie war umgeben mit zehntausend Engel, die mit lieblicher Stimme sangen; auf ihr saß des Menschen Sohn. Sein Haar war weiß und lockig und hing über seine Schultern, und über seinem Haupte waren viele Kronen; seine Füße waren gleich Feuer; in seiner rechten Hand hatte er eine scharfe Sichel, in der linken eine silberne Posaune. Seine Augen waren gleich Feuerflammen, die seine Kinder ganz und gar durchdrangen. {Ellen White, Erfahrungen und Gesichte, 131}

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Filmmaterial: storyblocks.com

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Musik in diesem Video:

Titel: Tender Dignity 2
Künstler: Paul Mottram (PRS)
Album: Affairs Of State 3255
Verlag: Audio Network Limited

Titel: Flickering Shadows 2
Künstler: Paul Mottram (PRS)
Album: Minimalist 1804
Verlag: Audio Network Limited

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